Von der Papierroute zum Bankgründer: Der ungewöhnliche Werdegang von Yasin Qureshi
Yasin Sebastian Qureshi ist eine Ausnahmeerscheinung in der deutschen Finanzwelt. Mit nur 29 Jahren wurde er zum jüngsten Investmentbank-CEO Deutschlands – ein Rekord, der bis heute Bestand hat. Doch sein Weg dorthin war alles andere als konventionell. Seine ersten Jobs als Zeitungsjunge, Kellner und Lagerarbeiter endeten meist nach kurzer Zeit, da er stets die etablierten Prozesse hinterfragte und Verbesserungsvorschläge einbrachte, die nicht immer willkommen waren.
Diese frühe Neigung, den Status quo zu hinterfragen, erwies sich jedoch als wertvolle Eigenschaft für seinen späteren Erfolg. Nach eigener Aussage führte seine Diagnose mit ADHS dazu, dass er zwischen fehlender Konzentration und Hyperfokus wechselte – eine Eigenschaft, die er für seine unternehmerischen Aktivitäten zu nutzen lernte.
Yasin Qureshi begann seine Karriere im Finanzwesen eher zufällig. Nach einem abgebrochenen Kunststudium in Hamburg fand er Arbeit bei einer Maklerfirma für technische Marktanalysen. Auch dort wurde er entlassen, nachdem er Verbesserungsvorschläge gemacht hatte. Diese Erfahrung inspirierte ihn jedoch, eigene Software zur Marktanalyse zu entwickeln und online Handelssignale zu verkaufen – eine frühe Form des algorithmischen Handels.
Mit nur 21 Jahren gründete er sein erstes Unternehmen und legte damit den Grundstein für die spätere Varengold Bank. Seine Fähigkeit, unkonventionell zu denken und technologische Innovationen im Finanzbereich einzusetzen, machte ihn zu einem Pionier, lange bevor der Begriff “Fintech” populär wurde.
Heute ist Yasin Sebastian Qureshi nicht nur ein erfolgreicher Unternehmer und Investor, sondern auch ein Autor und Filmproduzent. Seine Geschichte zeigt, dass vermeintliche Hindernisse wie ADHS und ein unkonventioneller Karriereweg zu außergewöhnlichen Erfolgen führen können, wenn man die eigenen Stärken erkennt und nutzt.